Infos & Tipps

Hier finden Sie wichtige Informationen und Tipps zu Themen rund um ihre Mundgesundheit.


Zahnzwischenraum - Alternativen zur Zahnreinigung

Zahnfleischstimmulator

Der Stimulator mit der Gummispitze

Für die optimale Mundhygiene werden in unserer Praxis Zahnbürste, Stimulator, Zahnseide und Interdentalbürsten empfohlen. Der Stimulator trägt wesentlich zur Verbesserung der Gesundheit des Zahnfleisches bei. Um dessen Wirkung besser verstehen zu können möchten wir gerne näher darauf eingehen.



Stellen Sie sich vor, Sie würden während zwei Minuten eine kleine Fläche ihres Unterarmes massieren. Die massierte Hautpartie wird nach zwei Minuten rot. Diese Rotfärbung ist die direkte Folge der Massage, welche lokal eine erhöhte Blutzirkulation provoziert. Genau dies wollen wir mit dem Stimulator auch erreichen.

a) Die Stimulatorspitze sollte auf der Papille, dem Zahnfleisch zwischen den Zähnen positioniert werden und nun mit maximaler Kraft eingedrückt werden. Die Schmerzschwelle sollte dabei nicht überschritten werden. Ein gewisser Diskomfort kann jedoch trotzdem verspürt werden.

b) Die Stimulatorspitze sollte mit dem richtigen Winkel dem Zahnfleisch aufgelegt werden und zwar so, dass die Hälfte der Spitze das Zahnfleisch zwischen den Zähnen bedeckt. Die Spitze sollte dabei dem Zahnfleisch dicht anliegen um eine maximale stimulierende Wirkung erzielen zu können. Doch nur mit dem Auflegen alleine ist es noch nicht getan, denn jetzt müssen Sie mit einer leichten Massage beginnen.

c) Die Stimulatorspitze sollte nun im Zahnfleischdreieck zwischen den Zähnen auf und ab,nach links und nach rechts bewegt werden und zwar während 10 Sekunden auf der Innenals auch auf der Aussenseite.

d) Nach 10 Sekunden geht man zum nächsten Zahnfleischdreieck über und beginnt wieder mit dem gleichen Prozess. Wenn man noch alle Zähne besitzt so wären dies 60 Stellen welche massiert werden müssen ( Innen- und Aussenseite). 60 × 10 Sekunden ergeben 600 Sekunden oder anders ausgedrückt 10 Minuten.

Bevor Sie finden diese Übungen nehmen zu viel Zeit ein, sollten Sie realisieren, dass der Stimulator ohne Probleme während alltäglichen Tätigkeiten benutzt werden kann wie zum Beispiel beim Fernsehen, Lesen, Autofahren oder einfach nach dem Abendessen. Die Zeit sollte nicht zu Ihrem Feind werden. Seien Sie kreativ und finden Sie die Zeit um die Gesundheit Ihrer Zähne zu verbessern.

Ein paar Minuten täglicher Massage ersparen Ihnen viele Stunden auf dem Zahnarztstuhl.

Prophylaxe

Mundhygiene - Zahnreinigung

Ziel einer guten Mundhygiene sollte die optimale Entfernung der schädlichen bakteriellen Zahnbeläge sein. Liegen gebliebener Zahnbelag ist die Ursache für Karies und Zahnfleischprobleme.Karies entsteht, indem die Bakterien des Zahnbelages (Plaque) Zucker und Kohlenhydrate aufnehmen und als Säuren ausscheiden. Die Säuren entkalken die Zähne und führen zu Karies. Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten werden von Giftstoffen (Toxinen) aus dem Bakterienstoffwechsel verursacht. Liegen gebliebene Bakterien verkalken und werden zu Zahnstein. Zahnfleischbluten tut nicht weh, ist aber ein Alarmzeichen und führt unbehandelt oft zu einer Parodontitis. Als Ergänzung zu Zahnbürste und Zahnseide empfehlen wir die elektrischen Schall-Zahnbürsten Sonicare von Philipps und SenSonic von Waterpik.

Schallzahnbürste

Sonicare

Mit der Schallzahnbürste erreichen die Medikamente in den Zahnpasten besser ihren Wirkungsort. Dank den hohen Schwingungen werden die heilenden Substanzen tiefer in die Taschen "hineinpulsiert" und können gezielter helfen.

Es gibt harte, mittelharte und weiche Bürsten. Wir empfehlen grundsätzlich nur die weichen Bürsten, da häufig beim Zähneputzen zu starker Druck angewendet wird und härtere Bürsten das Zahnfleisch verletzen könnten.

Dentalhygiene

Gönnen Sie sich eine Stunde Zeit bei der DH zur optimalen Pflege Ihrer wertvollen Zähne!

Regelmässige Reinigung verhindert Zahnstein und Parodontose und dient nicht nur ästhetischen Bedürfnissen, sondernist Ihrer allgemeinen Gesundheit zuträglich. Zahnbetterkrankungen spielen eine grosse Rolle bei der Entwicklung von rheumatischen Erkrankungen, Herzerkrankungen wie z.B: Herzinfarkt, usw. Nehmen Sie also Ihre Mundhygiene nicht auf die leichte Schulter!

Unsere Dentalhygienikerinnen und Prophylaxeassistentinnen beraten und behandeln Sie gerne. Sie vermitteln Ihnen die Grundlagen zu einer optimalen Mundhygiene und helfen Ihnen zu einem strahlenden Lächeln.

Mit Röntgenbildern wird gezielt Kariesfrüherkennung betrieben und wenn nötig der ideale Zeitpunkt für eine allfällige Versorgung bestimmt. Dank Zahnsanierungen „in Etappen“ können wir uns auf Ihre Wünsche einstellen und haben damit beste Erfahrungen gemacht.

Ebenso werden mit diesen Bildern die Zähne auf allfällige Entzündungsherde untersucht. Sind solche vorhanden, werden sie überwacht und kontrolliert und wenn nötig weitere Massnahmen mit Ihnen besprochen. Insbesondere kann der Knochenschwund bei frühzeitiger Erkennung wirksam gestoppt werden.

Mit persönlichen Informationen zur Pflege Ihrer Zähne und zur Ernährung wird Ihnen geholfen Schäden in der Zukunft zu verhindern. Wir setzen uns zum Ziel Ihre Zähne lebenslänglich zu erhalten!

Implantate

Schenken Sie sich Lebensqualität!

Mit dem Eingliedern von Implantaten, die sich wie eigene Zähne anfühlen, können wir Ihnen wieder mehr Biss verleihen. Eine gute Kauleistung ergibt eine bessere Zerkleinerung der Nahrung für eine optimale Verdauung. Wo vorher abnehmbare Teilprothesen mit unschönen Klammern ihren Zweck erfüllten, kann heute mit Druckknöpfen ein fester Halt erzielt werden. Dabei kann häufig eine alte Teilprothese umgebaut und die Klammern entfernt werden, so dass weniger Kosten anfallen.

Beim Ersatz von einem einzelnen Zahn mussten früher Nachbarzähne beschliffen werden, um eine Brücke befestigen zu können. Mit dem Einsetzen eines Implantates kann eine minimal invasive Behandlung garantiert werden und die Nachbarzähne werden geschont. Auch die Kosten für diese Behandlung sind geringer als das Anfertigen einer 3-gliedrigen Brücke.

Was ist ein Implantat?

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan.

Titan ist ein einzigartiges Material: Der körpereigene Knochen stellt einen innigen Kontakt zum Titan her und verwächst ohne trennende Zwischenschicht mit seiner Oberfläche (Osseointegration).

Das Einsetzen von Implantaten ist ein chirurgischer Eingriff, kann jedoch ambulant in unserer Praxis durchgeführt werden. Bei sehr grazilem Knochen sind vorgängig eventuell Massnahmen zum Knochenaufbau (Augmentation) nötig. Auch in der Kieferhöhle ist ein Aufbau (Sinuslift) mit künstlichem Knochen (Bio-Oss) möglich und hat sich sehr bewährt. Als zusätzlichen Vorteil verhindert ein Implantat einen weiteren Knochenabbau und stabilisiert die benachbarten Zähne, indem diese beim Kauen weniger belastet werden.

Nach 2 bis 6 Monaten ist diese künstliche Wurzel biologisch eingewachsen und kann wie eine natürliche Zahnwurzel belastet werden. Im Unterkiefer werden 2 bis 3 Monate, im Oberkiefer 4 bis 6 Monate Einheilzeit empfohlen, um das Risiko möglichst gering zu halten. Sofortimplantate und eine sofortige Belastung kann in einzelnen ausgewählten Fällen möglich sein, doch ist das Risiko eines Misserfolges deutlich höher.

Das von uns verwendete Implantatsystem der Firma Straumann weist grosse klinische Erfahrungswerte und hervorragende technische Eigenschaften auf.



Auf diesen farbcodierten Verbindungselementen werden Kronen einzementiert oder Prothesen mit Druckknöpfen befestigt

Lebensdauer von Implantaten

Die Lebensdauer von Implantaten meint nicht die Haltbarkeit des Materials – dieses verbraucht sich ja nicht – sondern die Liegedauer eines Implantats im Kieferknochen. Grundsätzlich gilt: Die Haltbarkeit eines Implantats ist abhängig vom Erhalt des Kieferknochens. Wichtigster Erfolgsfaktor ist dabei die Infektionsfreiheit, weswegen die Infektionsprophylaxe unmittelbar nach dem chirurgischen Eingriff sowie die konsequente Nachsorge und Mundhygiene eine zentrale Rolle spielen.

Mehrere Langzeitstudien belegen, dass moderne Zahnimplantate bei korrekter Anwendung durch den implantierenden Zahnarzt und bei guter Pflege durch Patientinnen und Patienten eine hohe Lebensdauer haben: Nach zehn Jahren beträgt die Erfolgsquote über 95%. Bei Risikopatienten, wie zum Beispiel starken Raucherinnen und Rauchern (= 10 Zigaretten pro Tag) kann das Verlustrisiko jedoch deutlich höher liegen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.implantatstiftung.ch